Vorwort

Wesel – Zutphen – Almelo – Coevorden – Veenpark – Haaren – Münster – Wesel

Die Tour wurde vom 04.07.2016 bis 23.07.2016 mit der Motoryacht TOXY gefahren.

Wir waren 20 Tage unterwegs und sind 517 Kilometer gefahren. Wir haben 31 Schleusen passiert, 360 Liter Diesel verbraucht, und 55,8 Stunden die Maschinen benutzt. Somit ergibt sich ein Verbrauch von 6,5 Liter/Stunde bzw. 0,7 Liter/km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 9,25 km/h.

TOXY ist ein 10,16m langer und knapp 30 Jahre alter GFK-Gleiter mit 2 Dieselmotoren, der nach einer Komplettrestauration im Jahr 2012 liebevoll gehegt und gepflegt wird. Die alte Lady war auch diesmal wieder ein zuverlässiger Reisebegleiter.

Bootstour Veenvaart 2016 – Tag 01

Bootstour Veenvaart 2016
Bootstour Veenvaart 2016 – Tag 01

Nach vielen Tagen Sturm und Starkregen ist es sonnig, das Thermometer zeigt 22 °C, Wasser und Dieseltanks sind randvoll, genug Proviant und Getränke sind gebunkert, also ideale Voraussetzungen für einen gelungenen Urlaubsstart.
Der Betriebsstundenzähler zeigt 1759 Stunden an, den Tour-Kilometerzähler stellen wir auf Null und verlassen gegen 13 Uhr den Hafen Wesel zu Tal. Wir haben Urlaub, also Zeit, daher lassen wir unsere Toxy gemütlich in Verdrängerfahrt laufen. Bei 1250 Umdrehungen beider Maschinen macht sie mit dem Strom ca. 18,5 km/h Fahrt über Grund, so passieren wir gegen 14:10 Uhr Rees, um 14:30 Uhr kommen wir am Kernwasserwunderland vorbei.

Kernwasserwunderland in Kalkar

Gegen 15 Uhr fahren wir an der Rheinpromenade von Emmerich vorbei.

Emmerich am Rhein

Unser avisiertes Ziel De Bijland ist schon greifbar nah, und während wir noch diskutieren, ob wir weiterfahren sollen, weil es noch so früh am Tag ist, sind wir auch schon an der Einfahrt vorbei.

Einfahrt Pannerdensch-Kanaal

Also geht es dann um 15:45 Uhr auf den Pannerdensch-Kanaal und um 16:30 Uhr auf die Gelderse Ijssel. 

Abzweig in die Ijssel

Um 16:45 Uhr machen wir dann in einem Baggerloch bei Ijssel-KM 882,5 Rast, und unsere Bordhunde dürfen mit dem Gassiboot an Land. Gegen 17:15 fahren wir die Ijssel weiter zu Tal, passieren gegen 17:40 die Einfahrt zum Rheederlaag, und biegen dann um 18:05 Uhr kurz hinter Doesburg in einem Ijsselarm ab, der uns zu unserem Tagesziel, dem Jachthaven Ijsselstand bringt, den wir um 18:30 Uhr erreichen.

Jachthaven Ijsselstand

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Nach dem üblichen Prozedere (Ankommerbier und Anmeldung beim Hafenmeister) wird dann gegrillt, und der Abend klingt gemütlich aus.
Die heutige Tagesetappe war 89,2 km lang, die Maschinen sind dafür 5,3 Std. gelaufen.

Bootstour Veenvaart 2016 – Tag 02

Bootstour Veenvaart 2016
Bootstour Veenvaart 2016 – Tag 02

Morgens werden wir schon durch Sturmböen von 7 Bft. und Nieselregen geweckt, der sich ab mittags in Starkregen verwandelt, also ist schon der 2. Tag ein unfreiwilliger Hafentag, denn eine sichere Tour, insbesondere bei den bevorstehenden Schleusen, ist bei diesem Wind nicht möglich.

Was hilft es, wir nutzen die Zeit für die weitere Törnplanung, und die Regenpausen reichen soeben für kurze Spaziergänge mit unseren Bordhunden.


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Bootstour Veenvaart 2016 – Tag 03

Bootstour Veenvaart 2016
Bootstour Veenvaart 2016 – Tag 03

Das Wetter zeigt einen Sonne- / Wolkenmix bei 20 °C, es weht noch eine mittlere Brise, aber es kann weitergehen. So verlassen wir um 10:15 Uhr den Jachthaven Ijsselstand, sind um 10:40 wieder auf Talfahrt auf der Ijssel.

Gelderse Ijssel bei Hochwasser

Um 11:40 Uhr erreichen wir Zutphen und biegen dann um 11:55 Uhr in den Twenthekanaal Richtung Enschede.

Einfahrt in den Twenthekanaal

Um 12:15 erreichen wir dann die Eefde-Sluis. Die Kammer kommt gerade runter, nach 10 Minuten Wartezeit können wir einfahren.

Eefde-Sluis

Es geht dann ein paar Meter zu Berg, und um 12:45 wind wir wieder in Bewegung.

TOXY in der Eefde-Sluis

Der Twenthekanaal ist hier relativ unspektakulär, hier und da mal ein paar Liegeplätze oder Sportbootanleger, ansonsten geht es mit den erlaubten 12 km/h zügig voran. Zwischendurch machen wir an einem Anleger nochmal eine Gassipause für die Bordhunde. Um 15:30 Uhr erreichen wir dann den Abzweig in den Almelo-Zijl-Kanaal, in den wir auch Richtung Almelo einfahren.

Gassigang mit den Bordhunden
Abzweig in den Almelo-Zijl-Kanaal

Jetzt wird es schon etwas schmaler, und wir dürfen nur noch 9 km/h fahren, also bleibt eine Maschine aus. Bis zum Erreichen des Dortmund-Ems-Kanals wird das der Standard bleiben, mit 2 Maschinen kann TOXY nicht so langsam fahren, und läuft dann unrund, weil untertourig. Allerdings werden die Maschinen jetzt stündlich gewechselt, damit sie gleichmäßig laufen, und auch die Tanks sich gleichmäßig leeren. Einziges Manko: Die Pumpe für die Hydraulik-Lenkung ist an der Steuerbordmaschine, fahren mit der Backbordmaschine ist dann wie Fitnessstudio 🙂

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Bewegliche Brücke vor Almelo

Um 17:20 Uhr erreichen wir unser Tagesziel Almelo, hier finden wir zwar einen Hafen, aber der hat leider keine Passantenplätze, also geht es in den Stadthafen, dazu sind aber 2 bewegliche Brücken zu passieren. Beim Anruf des Hafenmeisters bekommen wir die Info, dass diese beiden Brücken gegen 17:30 Uhr geöffnet werden, passt genau, leider ist hier keine Möglichkeit zum Festmachen, und es weht immer noch eine ordentliche Brise. Also eiern wir noch ein paar Minuten vor der Brücke, bis wir dann weiter in die Stadt fahren können, um gegen 17:50 Uhr in Almelo anzulegen.

Stadthafen Almelo

Wir finden einen wunderschönen, gepflegten Stadthafen vor, und nutzen die Gelegenheit für einen Spaziergang in die Stadt, standesgemäß mit Frikandel, Pommes und Bier.

Impressionen aus Almelo
Impressionen aus Almelo
Impressionen aus Almelo

Die heutige Tagesetappe war 77,8 km lang, beinhaltete 1 Schleuse und wir haben dafür 7,3 Motorstunden gebraucht.

Bootstour Veenvaart 2016 – Tag 04

Bootstour Veenvaart 2016
Bootstour Veenvaart 2016 – Tag 04

Mit einem Stand des Tageskilometerzählers von 167km und 1771,6 Betriebsstunden verlassen wir gegen 11:25 Uhr den Stadthafen Almelo, nachdem wir die Wassertanks wieder randvoll gebunkert haben. Die 3 beweglichen Brücken und die Schleuse Adorp, einen guten Meter zu Tal, passieren wir in einem Rutsch, da uns der Hafenmeister von Almelo bereits angemeldet hat.

Ausfahrt aus der Schleuse Adorp
Unsere neuen, kostenlosen Revierinfos

Vom Schleusenwärter bekommen wir aktuelles Kartenmaterial, sowie die Flagge der Provinz, und das vollkommen kostenlos. Die Niederländer tun wirklich was für den Wassertourismus.
Um 11:55 Uhr verlassen wir dann die Schleuse und fahren den Almelo-de-Haandrik-Kanaal weiter Richtung Norden. Die Fahrt endet dann um 12:15 Uhr an der nächsten beweglichen Brücke, weil der Brückenwärter gerade Mittagspause hat.

Mittagspause vor einer Brücke
Der Brückenwärter fährt mit …

Um 13 Uhr geht es dann weiter, wir passieren noch weitere 13 bewegliche Brücken, und erreichen dann gegen 16:30 Uhr Gramsbergen. Eigentlich wollten wir noch weiter bis Coevorden, aber die Brückenwärter machen hier um 17 Uhr Feierabend, das schaffen wir nicht mehr, also steuern wir den Jachthaven „te Hoge Holt“ an.

TOXY im Jachthaven „te Hoge Holt“

Am Abend benutzen wir noch das WLAN des Jachthavens, um das Fußballspiel via Streaming auf dem Laptop zu schauen. Deutschland fliegt raus aus der EM, aber unser Urlaub geht glücklicherweise noch weiter.

Fußball, mit dem Standardzubehör

Die heutige Etappe was 32 km lang, wir haben eine Schleuse passiert, und die Maschinen sind 4,3 Stunden gelaufen.

Bootstour Veenvaart 2016 – Tag 05

Bootstour Veenvaart 2016
Bootstour Veenvaart 2016 – Tag 05

Um 11:00 Uhr verlassen wir Gramsbergen bei Regenwetter und einer frischen Brise. Der Tageskilometerzähler zeigt 199 km, der Betriebsstundenzähler 1775,9 Std. Wir passieren 3 bewegliche Brücken und durchfahren 2 Schleusen, die bei dem momentanen Wasserstand beide Tore geöffnet haben. Um 12:30 Uhr hängen wir dann bei der Spoorbrug vor Coevorden fest, weil der Brückenwärter Mittagspause hat. Jetzt heißt es wieder eine halbe Stunde rumeiern, weil weit und breit keine Anlegemöglichkeit vorhanden ist, und der Wind noch weiter zugelegt hat. Immerhin hat es aufgehört zu regnen.

Fahrt durch Coevorden
Fahrt durch Coevorden

Um 13 Uhr geht es dann weiter, wir passieren 5 Brücken, fahren durch Coevorden, und sind dann um 13:40 Uhr auf dem Stieltjeskanaal. In der Stieltjeskanaal-Sluis, die wir um 14:35 Uhr verlassen geht es dann ca 3,50m zu Berg, 3 bewegliche Brücken weiter erreichen wir dann auf der Verlengte-Hogoveenschen-Vaart die Erica-Sluis, die uns 2,5m zu Berg bringt.In diesem Revier beträgt die Höchstgeschwindigkeit 6 km/h, es geht also nur sehr langsam voran. Nach 3 weiteren Brücken erreichen wir dann um 16:40 Uhr den Sportbootanleger vor der Oranjesluis, wo wir die Nacht verbringen werden.

Der freundliche Brückenwärter
Liegeplatz vor der Oranjesluis

Strom gibt es per Münzautomat, an der Schleuse ist ein kleines, aber sehr gepflegtes  Toiletten-/Duschhäuschen, mit dem Klapprad sind auch die Einkaufsmöglichkeiten gut zu erreichen, und auch die Bordhunde fühlen sich hier wohl, also alles Bestens.

Die Bordhunde an der Oranjesluis
Liegeplatz vor der Oranjesluis

Die heutige Etappe war 28 km lang, wir haben 2 x geschleust, und unsere Maschinen sind 5 Stunden gelaufen.

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