Eintopf Linsensuppe

Suppen und Eintöpfe sind immer wieder ein Gedicht: Sie schmecken einfach lecker, machen wunderbar und preiswert satt und sind außerdem gesund. Was will man mehr ?
Die Auswahl fällt heute auf Hülsenfrüchte, genauer gesagt auf Linsen, und hier wegen der guten Bekömmlichkeit und schnellen Zubereitung auf rote Linsen.
Was ist denn Gutes drin in den Linsen ? Egal welche Linsensorte man wählt: Es gibt die ungeschälten Formen in grün, braun oder schwarz oder die geschälten Formen in gelb oder rot: Sie enthalten jede Menge Eiweiß, Ballaststoffe und wertvolle Inhaltstoffe wie Eisen, Kalium und einen wertvollen Vitaminmix. So sind sie auch bestens geeignet für eine ausgewogene vegetarische oder vegane Ernährung. Die geschälten Linsen in rot und gelb sind dabei auch besser bekömmlich als die ungeschälten und stehen ohne Einweichen ruckzuck fertig gegart zur Verfügung.

Bevor wir in der Küche zu Tat schreiten, noch eine kleine Geschichte der Linsen am Rande. Ursprünglich aus Asien stammend, gab es Linsen bereits bei den alten Griechen. In Indien, Mexiko, im arabischen Raum und in den Ländern rund ums Mittelmeer gibt es die unterschiedlichsten Zubereitungsformen: Vom Brotaufstrich, Linsensalat, Pasta-Saucen und pürierten Suppen, und vielen Weiteren sind sie ein fester Bestandteil der guten Küche. Die Franzosen haben das ursprüngliche Arme-Leute-Gericht sogar als Gourmet-Beilage entdeckt.

Auch wenn wir heute die Einweichzeit gespart haben, weil rote Linsen verwendet wurden, wollen wir nun gar nicht daran denken, durch die Verwendung eines Fertigprodukts weiter Zeit zu sparen, sondern lieber selbst kochen. 🙂

Die Zutaten

Eine Tüte rote Linsen, ein paar Kartoffeln, 2-3 mittelgroße Möhren, 2 Stangen Porree, damit steht schon der pflanzliche Teil. Hinzu kommen Speckwürfel: Wer es gern fettarm gestalten möchte, wählt Schinkenwürfel, ansonsten ist auch durchwachsener Speck ein super Geschmacksgeber für die Suppe.

Wer eine Wurstbeilage möchte, kann Mettbällchen und Bockwurst in gewünschter Menge hinzunehmen. Dieses Gericht fällt bei mir mengenmäßig immer so aus, dass die Ernährungslage für das Mittagessen für zwei Tage gerettet ist. Bewusst habe ich keine konkreten Mengenangaben gemacht, denn es ist Geschmackssache, in welchem Verhältnis man die Anteile gestaltet.

Zutaten Linsensuppe

Zutaten Linsensuppe

Die Zubereitung

Vorbereitend geht es zunächst ans Waschen, Schälen und Schnippeln. Karoffeln und Möhren werden zunächst geschält, die Kartoffeln gewürfelt und die Möhren in Scheiben geschnitten. Der untere, feste Teil des Porree wird geschält und ebenfalls in feine Scheiben geschnitten. Speck- oder Schinkenwürfel kann man ganz unkompliziert in der Mikrowelle auslassen, indem man ihn in eine mikrowellengeeignete offene Schale gibt und dann für ca 8 Minuten bei etwa 630 Watt garen lässt. Zwischendurch einmal durchrühren, damit alles gleichmäßig bräunt. Wer es noch krosser mag, kann noch etwas Garzeit anhängen.

Kochen der Zutaten
ausgelassener Speck

Ab geht es in den Kochtopf mit den Linsen, Kartoffelwürfeln, Möhrenscheiben und dem Porree. Etwa zweidaumenbreit Wasser über der entstandenen Einfüllhöhe der Zutaten den Topf nun mit Wasser befüllen und kurz aufkochen. Danach geht es bei geringer Hitze im geschlossenen Suppentopf weiter, die Suppe darf nur so eben köcheln. Hierdurch bleibt eine schöne Konsistenz der Zutaten und natürlich auch die Vitamine erhalten.

Etwas später den ausgelassenen Speck hinzufügen. Zwischendurch kann man durch eine Gabelprobe den Garzustand der Zutaten kontrollieren. Das könnte etwa nach einer halben Stunde der Fall sein. Wenn ihr für euch feststellt, dass es fast fertig ist, gebt Ihr die Mettbällchen und kleingeschnittenen Würstchen hinzu.


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Wer die Würstchen lieber am Stück mag, weil sie, wie meine Schwiegermutter immer sagt, dann noch so schön knacken, wenn man hiervon abbeißt, legt sie einfach on top auf den Eintopf und lässt sie im geschlossenen Kochtopf durch den Wasserdampf gar werden.

Auch hier ist der Test mit der Gabel wieder gefragt (oder ihr probiert mal eine Wurst ;-)) Zu guter Letzt schmeckt ihr euren Eintopf nun mit Salz, Pfeffer und etwas Essig ab. Durch das Salz im Speck und in den Hackbällchen wird das Zufügen von Salz nur ganz sparsam erforderlich sein. Es spricht ja auch nichts dagegen, am Tisch Gewürze und Essig zum Nachwürzen bereitzustellen. Fertig ist ein köstliches Gericht.

fertige Linsensuppe
fertige Linsensuppe

Zum Schluss wird ein leckeres Eintopfgericht auf dem Teller angerichtet. Für meine Schwiegermutter natürlich mit ganzer Wurst, weil die so schön knackt, wenn man reinbeißt. Persönlich finde ich, dass an Tag Zwei die Suppe oder das Gemüse noch besser schmecken als am Zubereitungstag.

Wunderbar lässt sich das Gericht auch portionieren und einzufrieren, so hat man immer etwas leckeres Selbstgemachtes zur Hand, wenn man mal keine Zeit oder Lust zum Kochen hat. Die Fertigsuppe aus der Suppe war gestern. 🙂

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