Hühnersuppe – Ein leckeres Essen und eine wirksame Waffe gegen Erkältungen.

Warum gibt es in unserem Tiefkühlvorrat immer ein Suppenhuhn oder eine Hähnchenbrust mit Knochen und Haut?

Hierfür gibt es drei wichtige Gründe:

Eine Hühnersuppe ist:
Lecker, wärmend und wirksam bei Erkältungen – die wertvollen Inhaltsstoffe sitzen in der Haut. Bei Entzündungen und Schwellung der oberen Atemwege hilft die Hühnersuppe auf direktem Weg. Neben dem eigentlichen Verzehr sollte man auch die Dämpfe der Suppe inhalieren. So wird die verstopfte Nase wieder  frei und das Kratzen im Hals lässt nach.

Frische Kräuter
Zutaten

Eine Hühnersuppe ist einfach und schnell zubereitet, kocht sich quasi ganz nebenbei. Die weiteren Zutaten Porree, Ingwer und Salz gehören bestenfalls auch zum festen Vorrat, sowie auch die Zutaten für die Eiersticheinlage, Eier und Milch.

Und los geht’s. Der Kochtopf wird mit kaltem Salzwasser aufgesetzt und das Wasser zum Kochen gebracht.

Vor dem Kochen …
Erst einmal gesalzenes Wasser erhitzen …

Erst jetzt wird bei mir das Huhn hinzugefügt. Ihr fragt Euch warum?
Gibt es womöglich einen Unterschied in der späteren Qualität der Suppe?

Die Antwort lautet Ja! Die Frage besteht einfach darin, ob ich Wert auf das Fleisch meines Huhns als Suppeneinlage lege. Kalt und ohne Salz aufgesetzt, erhalte ich als Resultat eine sehr kräftige Brühe, jedoch wird dem Fleisch weitgehend der Geschmack entzogen. Kommt das Huhn jedoch erst in das kochende und gesalzene Wasser, so gerinnt sofort das Eiweiß und verschließt die Poren des Fleisches. Ich erhalte ein superzartes und leckeres Suppenfleisch. Ihr möchtet aber Beides, eine kräftige Brühe und zartes Fleisch? Auch hierzu habe ich einen Trick auf Lager. Das Geheimnis der guten Suppe besteht ja sowieso auch in der Zeit, die ich ihr gebe, denn eine gute Suppe braucht  Zeit, viel Zeit, immer.

Okay, jetzt also zum Trick. Das Suppenhuhn oder die Hühnerbrust mit Knochen und Haut setzt Ihr jetzt also in einem Kochtopf mit kaltem und ungesalzenem Wasser auf, erst mit Power einmal kurz aufkochen, danach auf kleiner Hitze ca. 1 Stunde köcheln lassen. Die kräftige Brühe haben wir also schon mal hingekriegt, aber das zarte Fleisch? Jetzt kommt der Trick, ;-): Jetzt kommt das Salz ins Wasser und danach eine Extrastück Hähnchenfilet, das Ihr ab jetzt noch etwa eine halbe Stunde mitköcheln lasst, dann ist es gar. Auf jeden Fall direkt zu Beginn  in das kalte Wasser füge ich ein etwa daumengroßes Stück Ingwer hinzu. Die Pflanzenfasern von Ingwer sind reich an Vitamin C und Spurenelementen, und gelten entsprechend als besonders gesundheitsfördernd. Es wirkt schleimlösend und entzündungshemmend und gibt meiner Suppe eine köstlich würzige Note.


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Ingwer bevorrate ich stets in meinem Tiefkühlschrank. Frisch und knackig kaufe ich eine große Wurzel frisch auf dem Markt oder im Supermarkt, wasche sie und schneide sie mitsamt Schale in Stücke. Die einzelnen Stücke, die ich nicht unmittelbar brauche, umwickele ich mit kleinen Alufolienstreifen, gebe sie in einen Gefrierbeutel und ab damit ins Eisfach.

Das Suppenhuhn köchelt …
Zugabe des Suppengemüses …

Nach etwa 1,5 Stunden hebe ich nun mein komplettes Fleisch und auch den Ingwer aus dem Topf. Von dem ursprünglich kalt aufgesetzten Fleisch profitieren  nach dem Abkühlen meine Hunde, alle Knochen werden sorgfältig entfernt und über den Müll entsorgt, Knorpel und Haut bekommen sie zusätzlich mit dem Fleisch gefüttert. Das nachträglich zugefügte Filetstück oder das Suppenhuhn, das ich direkt in das kochende, gesalzene Wasser gegeben habe, zerfasere oder würfele ich nun, um es danach wieder meiner Brühe zuzufügen.

In der Zwischenzeit habe ich als weiteres gesundes Suppengemüse Porree vorbereitet. Ähnlich wie der Zwiebel werden auch Lauch antibiotische Wirkungen zugeschrieben. Lauch ist eine sehr gute Vitamin-C-Quelle, enthält Folsäure, reichlich Ballaststoffe und mehr Eiweiß als Zwiebeln. Porree kommt bei mir sehr häufig zum Einsatz, so dass ich ihn immer tiefgekühlt bevorrate. Das hat zum einen den Vorteil, dass er mir nicht bei einer ungeplanten Kochaktion womöglich fehlt und zum anderen habe ich die Möglichkeit, ihn dann zu kaufen, wenn er günstig ist. Die Porreestangen  sollte man zunächst gründlich waschen, um sie von Erde und Sand zu befreien. Ist die Stange frisch und knackig, so zerteile ich sie in etwa an der Stelle, an der der gebleichte untere Teil in das grüne obere Ende mit dem Laub übergeht. Das grüne Ende ist für mich auch kein Abfall, es kommt bei anderer Gelegenheit als Geschmackgeber noch zum Einsatz, wird dann einfach mitgekocht. Also für eine andere Gelegenheit in einen Gefrierbeutel geben und einfrieren. Vom gebleichten unteren Ende entferne ich nun noch die Wurzel, diese verwerfe ich. Das gebleichte Stück schneide ich nun in feine Ringe.


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Alles, was ich nicht in meine heutige Suppe gebe, wird in einem Vorratsbeutel und in der bereits vorgeschnittenen Form eingefroren. Ab also nun mit meinen Porreeringen in die Brühe, bei kleiner Hitze köcheln lassen bis sie weich und nicht mehr bissfest sind. Das findet man besten heraus, indem man mal probiert. Bei der Gelegenheit stellt Ihr jetzt auch fest, ob die Brühe für Euren Geschmack gut genug gewürzt ist. Ihr könnt jetzt noch etwas nachsalzen und wer es gerne schärfer mag mit Chilipulver abschmecken. Nachsalzen geht immer, wenn man möchte, deshalb zu Beginn lieber etwas sparsamer mit Salz umgehen.

Das gekochte Suppenhuhn im ganzen …
… und hier perfekt zerkleinert

Eierstich ist in Brühen für mich immer ein absolutes, köstliches Highlight. Natürlich kaufe ich ihn nicht fertig im Supermarkt, sondern stelle ihn selbst her. Das ist kinderleicht und ruckzuck erledigt, nebenher spart man bei dieser Gelegenheit bares Geld und erhält ein leckeres Ergebnis. J Der fertige, abgekühlte und in Würfel geschnittene Eierstich kommt zu guter Letzt in die Brühe, wird nur noch mit erwärmt.

Das Rezept für den Eierstich findet Ihr in einem separaten Blog. Auf keinen Fall nochmals aufkochen, dann gibt es Eiermatsch und die Pracht ist dahin. Als Beilage koche ich Langkorn-Wildreis in einem Extratopf mit Salzwasser für etwa 20 Minuten und serviere ihn auch in einem Extra-Behältnis. Direkt in den Brühetopf gegeben, käme es bei mehrfachem Erwärmen sonst womöglich zu einem matschigen, unappetitlichen Ergebnis. Außerdem kann so jeder Esser seine gewünschte Reismenge selbst bestimmen.

Hühnersuppe
Hühnersuppe

Fertig ist die Hühnersuppe. Ich koche direkt immer einen dicken Pott, das reicht für die ganze Familie für zwei Tage oder für diverse Zwischeneinsätze im Krankheitsfall.

Übrigens: Nicht nur unsere menschlichen Familienmitglieder profitieren von einer Hühnersuppe, wenn sie erkrankt sind. Auch unsere Hunde werden hiermit gefüttert, wenn es ihnen mal nicht so gut geht oder der Appetit wegen Krankheit, überstandener OP oder Alter nicht mehr so gut ist. Eine lauwarme Verfütterung erhöht die Akzeptanz und ist besser verträglich als eine kalte oder zu heiße Temperatur. So, genug erzählt, jetzt seid Ihr gefragt. Probiert es mal aus und lasst es Euch schmecken.

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