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Vorüberlegungen vor dem Baubeginn der Modelleisenbahn

Bevor man zum Werkzeug greift, und die Grundplatte oder Grundrahmen der Modelleisenbahnanlage baut, bedarf es einiger Vorüberlegungen. Brauchen wir einen Rahmen, oder tut es auch eine einfache Grundplatte ? Diese Frage kann nur beantwortet werden, wenn schon die ersten Überlegungen zum Gleisplan feststehen.
Besteht die Anlage aus mehreren Ebenen ist die Rahmenbauweise fast schon gesetzt, ansonsten ist in vielen Fällen auch eine einfache Grundplatte ausreichend.

Verfügt man über eine Halle von vielen Quadratmeter, kann man auf einer Ebene eine realitätsnahe Eisenbahnanlage bauen, ist es viel weniger, und das dürfte bei den meisten Anlagen der Fall sein, geht es nur mit einer optimalen Raumausnutzung, und dadurch ist die Rahmenbauweise mit mehreren Ebenen schon fast gesetzt.

Der Rahmen muß einerseits eine gewisse Stabilität aufweisen, darf aber auch nicht im Weg für andere Bauten und auch für die Wartungsöffnungen sein. Deshalb ist hier auch eine ungefähre Planung der Gleise Voraussetzung, bevor mit dem Bau des Rahmens begonnen wird.

Maßstab, Größe und Ebenen

Wir bauen in unseren konkreten Fall im Maßstab H0, das bedeutet, daß ein Meter Modelleisenbahn ca. 87 Meter in der Realität entspricht.

Die Hauptplatte unsere Anlage wird ca. 4,50 m lang und 1,50 m breit sein, daß würde in der Realität einer Länge von 400 m und einer Breite von 130 m entsprechen. Das sind lediglich ein paar Zuglängen, also weit entfernt davon, die Realität im Modell nachzubauen.

Unsere Modelleisenbahnanlage wird mit U-förmigen Erweiterungen gebaut, somit werden wir in 3 Ebenen den Raum optimal ausnutzen, und ca. 15 Quadratmeter Fläche zur Verfügung haben.

Ein Quadratmeter H0-Anlage entspricht in der Realität ungefähr 7500 Quadratmeter, also ungefähr der Größe eines Fußballfeldes. Also haben wir ein Platzangebot in der Realität von ca. 15 Fußballfelder.

Rahmenbauweise

Rahmenbauweise – Warum ?

Um unsere Anlage mit 15 Quadratmetern bei dem verfügbaren Platzangebot zu bauen, bedarf es mehrerer Ebenen. Zur Realisierung der Ebenen empfiehlt sich der Bau in der Rahmenbauweise. Hierdurch gewinnen wir nicht nur ein Platzangebot, sondern profitieren auch von weiteren Vorteilen, wie den Zugriff auf verdeckten Ebenen, der Erweiterbarkeit und der vereinfachten Wartung.

Planung des Grundrahmens

Um zu Wartungszwecken auf viele Teile der Modelleisenbahn zuzugreifen, müssen Gleisplan und Rahmen harmonieren, so daß sich brauchbare Wartungsöffnungen realisieren lassen.

Gleisplan mit Wartungsöffnungen

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Die mit roten Kreisen gekennzeichneten Flächen werden wir so gestalten, daß die Oberfläche abnehmbar ist, und man an diesen Stellen stehen kann, und somit auch später noch am hinteren Bereich der Anlage arbeiten kann. In unserem Video erklären wir euch weitere Details …

Gleisplan

Hauptstrecke
Nebenstrecke

Unsere Anlage soll eine Hauptstrecke nach dem Hundeknochenprinzip bekommen, die vollautomatisch mit mehreren Zügen läuft, sowie eine Nebenstrecke mit Rangierbahnhof und Bahnbetriebswerk, die manuell gesteuert wird.

Somit können wir einen schönen Anblick mit Mehrzugbetrieb und einen hohen Spielwert kombinieren, der die Anlage auch noch nach mehreren Jahren interessant macht.

Gleisplan kompett

In den folgenden Beiträgen bleibt es dann nicht nur bei der Theorie und Screenshots aus dem Planungsprogramm, sondern es gibt echte Modelleisenbahn zu sehen.

Material

Die Rahmenbauweise lässt sich mit verschiedenen Materialien in unterschiedlichen Ausführungen realisieren.


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Deshalb können wir hier auch keine allgemein gültigen Tipps geben. Wenn ihr große Flächen mit Pappe und Gips baut, sollte der Rahmen engmaschiger gebaut werden, um eine vernünftige Stabilität zu gewährleisten. Baut ihr massiv mit Holz und Verschraubungen, kann der Rahmen auch grobmaschiger hergestellt werden.

3D-Bild der geplanten Anlage

Wir bauen unseren Rahmen aus Brettern mit den Abmessungen 200 x 10 x 2 cm. Die Gleisbetten und Flächen für Häuser und Landschaft werden aus Holz gebaut, und mit dem Rahmen fest verschraubt. Das bringt Stabilität, so dass die Dimensionierung der Bretter vollkommen ausreichend ist.

Epoche

Eine Festlegung der zu bauenden Epoche macht Sinn. So kann direkt am Anfang schon entschieden werden, ob Strecken elektrifiziert werden oder auch nicht.

Auf den Videoplattformen findet man viel Material zum Anlagenbau. In einer Video-Serie wird mit einer ICE-Startpackung von Märklin begonnen, die Anlage wird aber ohne Oberleitung gebaut. Das passt nun mal gar nicht zusammen, deshalb ist wichtig, dass man die Anlage auch passend zum rollenden Material plant.

3D-Ansicht der Anlagenplanung

Auf unserer Anlage wird es eine Hauptstrecke mit Oberleitung geben, auf der elektrische Lokomotiven fahren, sowie eine nicht elektrifizierte Nebenstrecke, auf der ausschließlich Dampf- und Diesellokomotiven fahren.

Wir sind Fans der 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, und werden die Anlage unter diesem Gesichtspunkt bauen, und haben auch die Lokomotiven und Züge aus dieser Zeit.

Video

Über viele Sachen könnte man Bücher schreiben, und doch ist es schwer, manche Sachverhalte in der Textform vernünftig zu vermitteln. Wir haben unsere Vorüberlegungen und Planungen für euch anschaulich in folgendem Video dokumentiert, und stellen euch in dem Clip alle unsere Gedanken vor, die hier nicht ganz so ausführlich beschrieben sind.

Ein Klick auf das Vorschaubild öffnet das Video auf der YouTube-Seite in einem neuen Fenster. Wenn es euch gefällt, abonniert unseren Kanal SchlagercityTV, schreibt einen netten Kommentar, oder klickt einfach auf “Daumen hoch” …

Viel Spaß bei Anschauen – Bei Fragen und Anregungen, auch zum Video, benutzt bitte die Kommentarfunktion hier auf Schlagercity …

2 Kommentare

  1. Hallo Gerry,

    Eine Super Seite und viele interessante Artikel !!!

    Ich hab in der Zwischenzeit ein Konvolut von M-Gleisen und einige analoge Loks gekauft, sodass ich mehrere Schattenbahnhoefe mit den M-Gleisen geplant habe. Da ich weiterhin digital fahren moechte, will ich dann in Ebene 2 und 3 mit C-Gleisen weitermachen (und ggf auf der 0 Ebene noch ein paar Gleichstromovale einbauen).

    Die Basis meiner jetzigen Anlage ist eine alte Werkbank in Rahmenbauweise (144 x 30 inches = 366 x 76 cm), an die ich vorne noch 16 inches mit Regalbrettern angebaut habe (Gesamttiefe = 46 inches = 117 cm), um zumindest mal 3 Ovale aufbauen konnte. Aus den anfaenglichen Ovalen mit Bahnhofsgleisen sind insgesamt 18 Durchgangsgleise mir Platz fuer 16 Zuege mit 3 Stromkreisen (wahlweise digital oder analog) geworden.

    Da ich maximal 117 cm tief und ca. 400 cm lang gehen kann (Tueren in beiden Seitenwaenden), werde ich wahrscheinlich mit der Platte weitermachen, aber ggf. auf den Seiten und vorne etwas absenken, um vom Schattenbahnhof unter dem Tisch in die 2. und 3. Ebene komme.

    Kannst Du mir ggf. die SCARM Datei an e******m schicken? Ich kann Dir dann bei Interesse ein paar meiner Entwuerfe senden.

    MfG, Tom

    1. Hallo Tom,

      danke für die netten Worte 🙂
      Ich denke, daß es keinen großen Unterschied macht, ob du mit dem Rahmen anfängst, und irgendwann oben eine Platte hast, oder mit der Platte beginnst, und dann etwas darunter baust.
      Ersteres hört sich für mich aber einfacher und praktikabler an, aber es geht mit Sicherheit beides ganz gut.

      Weiteres per Mail …

      Viele Grüsse,
      Gerry

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