Wir backen heute einen Klassiker, ein Baguette de tradition, ein Stangenbrot nach französicher Tradition. Seinen Namen hat diese Brotspezialität aufgrund seiner länglichen Form erhalten, die einem Stock ähnelt.

An Zutaten hinein gehören ausschließlich Hefe, Wasser, Mehl und etwas Salz. Kommen weitere Zutaten hinzu, dann ist es kein traditionelles Baguette mehr.

So ursprünglich, von Hand gefertigt und als Ergebnis wunderbar kross und aromatisch ist das Endergebnis ein leckerer Begleiter zu vielfältigen Gerichten, unter anderem zu Suppen und Salaten. Wir bleiben hier auch dem Klassiker treu und geben auf die Kruste lediglich etwas schwarzen, frisch zermörserten Pfeffer.

Die Zutaten

Für zwei Baguettes benötigen wir: 400 Gramm Weizenmehl (typ 550), 0,5 Päckchen frische Hefe ( etwas 20 Gramm), 270 ml lauwarmes Wasser und etwas Salz

Zum traditionellen Baguette gehören ausschliesslich Mehl, Wasser, Hefe und etwas Salz
Für eine deftige Kruste zermörsern wir schwarze Pfefferkörner

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Die Zubereitung

Hefe zerkleinern
Hefe in Wasser einrühren

Die Hefe wird zunächst von Hand in das bereitstehende lauwarme Wasser zerbröselt und im Anschluss mit einem Schneebesen hierin verrührt bis sie sich komplett aufgelöst hat. Den Schneebesten hierzu am besten zwischen den beiden Handflächen halten und hin und her drehen. Durch den entstehenden Strudel in der Flüssigkeit löst sich die Hefe perfekt auf.

Mehl und etwas Salz
Teig rühren

In eine Rührschüssel gibt man im nächsten Schritt das komplette Mehl, gibt das Salz hinzu und vermengt es mit dem Mehl. Im Anschluss werden das Mehl und die verflüssigte Hefe mit einem elektrischen Knethaken oder in einer Küchenmaschine zunächst bei moderater, zum Schluss mit hoher Arbeitsstufe miteinander verknetet bis ein bündiger Teig entsteht.

Bei Bedarf kann noch etwas Wasser, aber keinesfalls weiteres Mehl hinzugegeben werden. Während die Zugabe von Wasser kein Problem darstellt, würde weiteres Mehl zu Verklumpungen führen, weil der bereits verarbeitete Anteil bereits Klebstoffe entwickelt hat.

Teig abdecken und gehen lassen

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Der Teig muss nun in etwa 45-60 Minuten ruhen und gehen. Hierzu wird die Schüssel mit etwas Plastikfolie abgedeckt, um ein Austrocknen zu verhindern. Alternativ kann man ihn auch in eine geschlossene Dose mit Deckel geben. Zur Beschleunigung des Vorgangs kann man die Schüssel in den auf 50 Grad vorgeheizten Backofen stellen. Das gewünschte Ergebnis ist erreicht, wenn sich der Umfang des Teigs in etwa verdoppelt hat. Kaffeepause für den Bäcker. 🙂

Baguettes formen
Backform mit Trennöl einsprühen

Ist der Teig für die Weiterverarbeitung bereit, sollte man die Arbeitsfläche vorbereiten, indem man sie mit Mehl bestäubt, um ein Festkleben zu vermeiden. Die Baguette-Backform wird mit einem Trennöl eingesprüht, um ein Anbacken des Teigs zu vermeiden.

Der Teig wird mit einem Teigtrenner in zwei Teile geteilt und im Anschluss werden die beiden Teigteile zu Baguettes gedreht.

Für das Verkneten des Teigs gibt es verschiedene Falttechniken, bei der vorliegenden Version wird der Teig mehrfach um sich selbst gedreht, wieder zusammengeschoben, erneut um sich selbst gedreht

Baguettes würzen und die Backform geben
Ab in den Ofen …

Mit einer Wasserzerstäuber sollte man das Brot an dieser Stelle mit Wasser besprühen. Ist der Teig soweit vorbereitet, streut man obenauf noch etwas Pfeffer. Den Teig sollte man nun noch für etwa 30 Minuten ruhen lassen und deckt ihn hierbei mit einem Geschirrtuch ab, um ein Austrocknen zu vermeiden.

Zwischenzeitlich kann der Backofen auf 230 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt werden.

Zuguterletzt kommt der so vorbereitete Teig nun für etwa 25-30 Minuten in der Baguette-Backform in den Backofen, mit dem Wasserzerstäuber gibt man noch ein paar Schübe Wassernebel in den Ofen. Die Backzeit variiert bei den verschiedenen Öfen, hierbei sollte man ein wenig experimentieren.

fertig gebackene Baguettes
Schneiden und Servieren

Dann kommt der große Moment: Voila, Backofentür auf, das Brot herausholen, ein wenig abkühlen lassen, in Scheiben schneiden und genießen.

Sehr lecker schmeckt unser Baguette mit hausgemachter Kräuterbutter oder Tzaziki oder als Beilage zu Hähnchenschenkeln, frisch aus dem Backofen.

Bon Appetit!

Tipp: Hat man mehr Baguettes gebacken als man direkt verzehren kann, so lassen sich diese für eine kurze Dauer (etwa zwei Monate) in einem Gefrierbeutel im Eisfach bevorraten. Wird Brot zu lange eingefroren, so wird es trocken.

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